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31.10.2019, 16:20 Uhr
Viel Pankow Süd in der 27. BVV-Sitzung
Kriegerareal und Binzstraße
Auf der gestrigen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (welche temporär im Rathaus Mitte untergebracht ist) waren zahlreiche Besucher und Interessierte anwesend. Das Gebiet unserer Ortsverbandes stand in zweierlei Hinsicht im Fokus: Es ging um verwahrloste Häuser in der Binzstraße und Berliner Straße sowie die scheinbar ewige Geschichte des Kriegerareals.
Aber erstes zuerst: Im Rahmen der Einwohnerfragestunde wandte ich mich mit der Bitte an Bezirksstadtrat Kuhn, mir die Situation zweier verwahrloster, leerstehender Immobilien im Ortsgebiet zu erklären. Bei dem ersten Objekt handelt es sich um die Binzstraße 57, ein an sich schöner Altbau, um den sich aber keiner zu kümmern scheint (s. Titelbild). Das andere Objekt befindet sich an der Ecke Berliner Str. / Maximilianstr. - und nach Auskunft des Bezirksamtes ein ehemaliges "Gesundheitszentrum". Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Bewegung in die Angelegenheit gekommen wäre, zum Beispiel ein Unterstellen in Zwangsverwaltung und Sanieren auf Kosten des Eigentümers durch einen Treuhänder. Bezirksstadtrat Kuhn schien nicht sehr auskunftsfreudig, er sprach ein laufendes Verfahren unter Androhung von Zwangsgeldern gegenüber dem Eigentümer an. Warum dieses Verfahren jetzt erst - also nach mindestens 15 Jahren Leerstand - stattfindet, bleibt nach wie vor fraglich. Die gesamte Einwohneranfrage finden Sie als PDF im Anhang.  

Auch das Pankower Tor stand wieder auf der Tagesordnung. Investor Kurt Krieger selbst war als Redner auf der Bezirksverordnetenversammlung und hielt ein flammendes Plädoyer für eine zügigen Start des Baus. Fraglich bleibt weiterhin, ob und inwieweit der berühmt-berüchtigte Rundlokschuppen am Bahnhof Pankow-Heinersdorf erhalten und genutzt wird. Krieger - und auch unsere Fraktionäre - würden sich einen Abriss zwecks Schaffung dringend benötigten Wohnraums wünschen. Doch der Denkmalschutz spricht weiter dagegen. 

Fest steht nur: Straßenbahn, Radschnellweg, eine dezentrale Gewerbestruktur und eine niedrige Bebauung werden wahrscheinlich entstehen. Wie dem auch sei - jetzt scheint Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Wir bleiben dran. 
31.10.2019, 16:34 Uhr